Fallbeispiel einer Madentherapie

Quelle: Chirurgischen Abteilung Krankenhaus Husum

95-jährige Patientin Aufnahmenbefund: stark reduzierter Allgemein- und Ernährungszustand bei bekannter Demenz mit beginnendem Alzheimer, chronischer Niereninsuffizienz, Stuhl- und Harninkontinenz, Parkinson-Krankheit, Koronarer Herzerkrankung, Osteoporose und Durchblutungsstörung der unteren Extremitäten. Lokalbefund: ausgedehntes, übelriechendes Druckgeschwür (Dekubitus) der linken Ferse mit röntgenologisch Zeichen einer Knochenentzündung (Ostitis ossis calcanei). Therapie: mehrfache chirurgische Abtragung von abgestorbenem Gewebe (Nekrosektomie). Lokale, antiseptische, offene Wundbehandlung, feuchte Verbände (Hydrokolloid-verband). Alle Maßnahmen ohne Erfolg.  
Schlecht heilendes Ulcus an der linken Ferse vor Beginn der Maden-Therapie.
Verbandwechsel 3 Tage nach Beginn der Maden-Therapie. Die Maden konzentrieren sich auf den Bereich abgestorbenen Gewebes (Nekrosen).
7 Tage nach Beginn der Maden-Therapie: nekrotisches Gewebe ist beseitigt und gesundes, frisches Gewebe bildet sich neu. Die Wunde wird flacher und sauber.
14 Tage nach Beginn der Therapie: die Wunde wird deutlich kleiner, sauberer und flacher.
Eine Woche vor der Entlassung: die Wunde ist fast vollständig abgeheilt.
Vollständige Abheilung der Wunde bei Entlassung

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